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Kiefer- und Kopfschmerz

Wer kennt das nicht? Ein schmerzhafter Biss in die Backen-lnnenwand oder in die Zunge, hartnäckige Kopfschmerzen in den Schläfen und im Kiefergelenk... Bei vermehrtem Auftreten kann als Ursache dieser Unannehmlichkeiten oft eine Störung im Kiefergelenksbereich diagnostiziert werden.

Welche Bedeutung das Kiefergelenk beim Menschen hat, zeigt die Zahl der motorischen Zentren im Gehirn, die sich auf Funktionen in Gesicht und Kopf beziehen.

Das erklärt, dass Probleme im Kiefergelenk weitreichende Konsequenzen auf Kopf, Nacken und Schulter haben können.

Wo schmerzt's ?
Die Einnahme von Schmerzmitteln bringt keine dauernde Hilfe. Deshalb müssen die Gründe von lange dauernden Kopfschmerzen immer sorgfältig abgeklärt werden.
Meist treten kiefergelenkbedingte Kopfschmerzen auf, im Kiefergelenk selbst, in der Schläfengegend, in den Backenknochen, im Hinterhaup, in der Halswirbelsäule, in der Schultergegend und gegen das Schulterblatt ausstrahlend als Ohrenschmerz oder-sausen und Schwindel.

Einseitige Schmerzen
Charakteristisch bei Schädigungen des Kiefergelenkes ist das einseitige Auftreten der Beschwerden. Man spürt den Schmerz vor dem Ohr, Sitz des Kiefergelenkes, von wo er über die gleichseitige Gesichtshälfte gegen den Mund, hinter das Auge, in die Schläfe, den Hinterkopf, häufig auch in den Nacken und in die Schulter ausstrahlt. Ohrgeräusche oder Schwindel sind nicht selten mit Kiefergelenkproblemen verbunden.

Vielfältige Funktionen
Was sind die Ursachen von Störungen im Kiefergelenk? Wir brauchen das Kiefergelenk beim Kauen, Sprechen und Schlucken. Es hat dabei Funktionen zu übernehmen, die vom kräftigen Zupacken während des Kauens bis zu feinen Muskelkontraktionen während des Sprechens und Schluckens reichen.

Leicht zu stören
Diese Funktionen sind durch unverhoffte Krafteinwirkungen leicht aus ihrer Bahn zu werfen: Stürze und Schläge - zum Beispiel auch bei Auffahrunfällen - können anhaltende Störungen und damit Schmerzen verursachen.

Störung analysieren
Der Chiropraktor sucht bei Kopf- und Nackenschmerzen nach Bewegungsstörungen im Halswirbelsäulen- und Kiefergelenksbereich.

Wie weit kann der Mund geöffnet werden ? 40 mm zwischen den Schneidezähnen sollte der Patient leicht schaffen. Auch sollte das Kinn beim Öffnen des Mundes keine starke seitliche Abweichung zeigen.

Finden sich bei diesen Untersuchungen keine abnormen Werte, sind weitere Abklärungen allenfalls durch den Spezialisten notwendig.

Knacken und Knirschen
Knacken im Kiefergelenk ist ein Zeichen krankhafter Veränderung des Gelenkes. Häufig sind es der Discus, ein knorpeliges Polster zwischen Gelenkköpfchen und Gelenkpfanne, und seine Bänder, die den Gelenkbewegungen nicht folgen und dabei solche Geräusche erzeugen. Oft behindern aber auch verspannte Kaumuskeln, zum Beispiel in Stresssituationen, das harmonische Funktionieren der Gelenke. Veränderte Zahnstellungen nach Zahnkorrekturen oder -ersatz sind weitere Störungsursachen. Die Folgen des nächtlichen Knirschens sollten mit einer «Aufbissschiene» gemindert werden.

Ausgleich schaffen
Mit diesen Abklärungen und weiteren Untersuchungen findet der Chiropraktor mögliche Ursachen von Störungen des Kiefergelenks. Wenn es sich um muskuläre Dysbalancen handelt, stellt er mit manuellen Techniken oder Pressuren die ausgeglichene Spannung der Kaumuskulatur wieder her. Die obere Halswirbelsäule wird ebenfalls genau untersucht und in die Behandlung einbezogen. Störungen, die auf Zahnstellungs- und Zahnschlussprobleme zurückzuführen sind, werden dem Zahnarzt überwiesen.